Am Tag 2 der Waldviertel Wandertage besuchten wir den Ufo Landeplatz, die Skorpionsteine, die verlassenen Dörfer und die Teufelsteine nördlich von Kautzen.

Im Gegensatz zum ersten Tag hatten wir es am Allerseelentag mit typischem Waldviertler Herbstwetter zu tun. Wir trafen uns am Dorfplatz in Kautzen und fuhren mit dem Auto zum Parkplatz beim Badeteich in Illmau, um dort mit unserer Wanderung durch den Nordwald zu starten.

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Das Galgenkreuz am Gerichtsberg

Die ersten Meter folgten wir der Straße auf den Gerichtsberg. Nach dem Galgenkreuz verließen wir die Straße und zweigten auf den Wanderweg, welcher nach Engelbrechts führt ab.

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Fichtenwald nördlich von Engelbrechts

Wir durchquerten die Ortschaft Engelbrechts, der einzige längere Anstieg des Tages führte uns hinauf auf die “Alm” zum Ufo Landeplatz.

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Der Ufo Landeplatz wäre an diesem Tag perfekt präpariert gewesen.

Da kein Ufo zu sehen war, gingen wir weiter  zum Venusstein und den Skorpionsteinen.

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Der Energiestein, einer der größten Brocken im Bereich der SKorpionsteine.

Weiter wanderten wir durch den Reinberger Wald in Richtung der Radschinhäuser.

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Viel war nicht zu sehen von der weitläufigen Hochebene bei Radschin.

Nur wenige Meter hinter den letzten Häusern überquerten wie die Staatsgrenze nach Tschechien und erreichten den Naturpark Česká Kanada im ehemaligen Niemandsland.

Entlang den alten Verbindungswegen wanderten wir hinunter zu den Resten des Dorfes Romau mit der sehr besinnlichen Gedenkstätte.

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Das Gedenkkreuz in den Resten der zerstörten Kapelle von Romau

Über die entlang dem ehemaligen Grenzzaun verlaufenen Patrouillienwege wanderten wir zum Teich “Rajchéřovský Rybník”.

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Das “Grüne Band” entlang der Trasse des “Eisernen Vorhanges”.

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“Rajchéřovský Rybník” ein Vogelparadies!

Nach einer kurzen Rast, begann unser Rückweg nach Kautzen. Mitten im Wald überquerten wir wieder die Staatsgrenze und nur wenig später erreichten wir die im Wald verstreuten Teufelsteine.

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Die “Schlucht” zwischen den Teufelsteinen

Durch den wunderschönen Mischwald ging es dann zum höchsten Punkt unserer Wanderung der auf 663m Höhe gelegenen Pyramide.

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Am Weg zum höchsten Punkt unserer Wanderung

Durch den Scheibenwald, vorbei am Holzteich und am Scheibenteich spazierten wir in gemütlichem Tempo zurück zum Parkplatz.

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Holzteich

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Beim Abstieg nach Illmau

Beim Dorfwirt in Kautzen kehrte wir noch ein wärmten uns wieder auf.

Vor genau 25 Jahren ist in diesem Grenzabschnitt der “Eiserne Vorhang” gefallen. Für mich ist es immer ein besonderes Erlebnis die Grenze so ungehindert überschreiten zu können und in dieser von der jüngeren Geschichte so geprägten Gegend durch die Natur zu streifen. Auf Grund des starken Nebels hat sich das nördliche Waldviertel von einer besonders “mystischen” Seite gezeigt.

Ich hoffe, dass ich allen Teilnehmer/innen der beiden Wandertage die Schönheit und die vielfältigen Sehenswürdigkeiten des nördlichen Waldviertel näher bringen konnte. Im nächsten Jahr wird es sicher eine Fortsetzung geben.